POOLWISSEN
Die wichtigsten Poolwerte auf einen Blick.
Möchtest Du den Zusammenhang der Werte verstehen, nutze am besten den Aktiv Chlor Rechner:
pH-Wert
Gut: 7,0 bis 7,4
Der pH-Wert beeinflusst, wie gut Chlor wirkt, ob sich Kalk bilden kann und wie angenehm sich das Wasser anfühlt.
Zu hoch?
Chlor wirkt schlechter. Das Wasser kann schneller trüb werden und Kalk kann sich ablagern.
Zu niedrig?
Das Wasser kann Materialien stärker angreifen und für Haut oder Augen unangenehm sein.
Freies Chlor
Gut: meist 1,0 bis 3,0 mg/l
Freies Chlor hält das Poolwasser hygienisch und verhindert Algen.
Zu hoch?
Bei deutlich zu hohen Werten kann freies Chlor Haut und Augen reizen.
Zu niedrig?
Das Wasser ist möglicherweise nicht ausreichend desinfiziert. Keime und Algen können sich vermehren, besonders bei Wärme. Auch wenn das Wasser klar und gut aussieht, kann die Wasserqualität bereits schlecht sein.
Cyanursäure
Gut: etwa 10 bis 30 mg/l
Cyanursäure schützt Chlor vor Sonne, bremst es bei zu hohen Werten aber aus.
Zu hoch?
Das Chlor wirkt deutlich schlechter. Ein scheinbar guter Chlorwert kann dann trotzdem zu wenig Schutz bieten.
Zu niedrig?
Chlor wird durch Sonne schneller abgebaut und Dein Chlorwert sinkt schnell auf 0.
Alkalinität / TA-Wert
Gut: grob 80 bis 120 mg/l
Die Alkalinität hilft dabei, den pH-Wert stabil zu halten.
Zu hoch?
Der pH-Wert lässt sich oft nur schwer senken und steigt leichter wieder an.
Zu niedrig?
Der pH-Wert kann schneller und stärker schwanken.
Gebundenes Chlor
Gut: unter 0,2 mg/l
Gebundenes Chlor entsteht, wenn freies Chlor bereits mit Schmutz, Schweiß, Sonnencreme oder anderen Verunreinigungen reagiert hat.
Zu hoch?
Das Wasser kann stark nach Chlor riechen und Haut oder Augen reizen. Gebundenes Chlor desinfiziert nicht mehr wirksam.
Zu niedrig?
Das ist gut. Gebundenes Chlor soll möglichst niedrig bleiben.
Berechnung: Gesamtchlor − freies Chlor = gebundenes Chlor
MESSEN
Was solltest Du regelmäßig messen?
Für den Alltag
- pH-Wert
- Freies Chlor
Gelegentlich oder bei Problemen
- Cyanursäure
- Alkalinität / TA-Wert
- Gebundenes Chlor
Welche Messmethode passt zu Dir?
Am Anfang empfehle ich Dir, die wichtigsten Werte täglich zu messen. So bekommst Du ein Gefühl dafür, wie sich Dein Wasser verändert. Später reichen oft größere Abstände – solange Wasser und Werte stabil bleiben.
Teststreifen
Schnell, aber oft ungenau
Teststreifen geben nur einen groben Überblick. In Poolforen heißen sie deshalb scherzhaft oft „Ratestäbchen“. Je nach Licht, Ablesung und Hersteller können die Ergebnisse deutlich abweichen.
Schütteltester
Günstig und für den Alltag oft gut genug
Ein Schütteltester ist eine der günstigsten Möglichkeiten, pH-Wert und freies Chlor relativ zuverlässig zu messen. Für die normale Poolpflege ist das oft völlig ausreichend. Teststreifen können ihn ergänzen, etwa für einen groben Überblick über weitere Werte.
PoolLab & Photometer
Für genaue Werte und mehr Kontrolle
Ein Photometer wie PoolLab misst genauer und kann zusätzlich Werte wie Cyanursäure, Alkalinität und gebundenes Chlor bestimmen. Besonders sinnvoll ist das, wenn Du Dein Wasser über mehrere Jahre nutzen möchtest, organische Chlortabs verwendest, empfindliche Haut hast oder Wasserprobleme genauer verstehen willst.
Smarte Pool-Sensoren
Für mehr Überblick per App
Smarte Pool-Sensoren überwachen meist Temperatur, pH-Wert und Redoxwert automatisch und zeigen Veränderungen direkt in einer App an.
Wichtig: Wichtig: Smarte Pool-Sensoren messen kein freies Chlor in mg/l. Sie messen meist den Redoxwert. Dieser gibt einen Hinweis darauf, wie gut das Wasser gerade desinfizieren kann
Deshalb sind smarte Sensoren gut, um Veränderungen früh zu erkennen. Freies Chlor, Cyanursäure, Alkalinität und gebundenes Chlor musst Du weiterhin mit einem Wassertest messen.