Welche Sandfilteranlage passt zu meinem Pool?
Alles unter 300 mm Kesseldurchmesser, beziehungsweise weniger als etwa 20 kg Sand kann ich nur eingeschränkt empfehlen.
Ein ausreichend tiefes Filterbett ist notwendig, damit auch feinere Schmutzpartikel zuverlässig herausgefiltert werden.
Als grobe Orientierung:
| Poolgröße | Empfohlener Filterkessel | Passende Pumpe |
|---|---|---|
| bis etwa 10 m³ | mindestens Ø 300 mm | 4 m³ |
| etwa 10–25 m³ | Ø 400 mm | 6 m³ |
| etwa 20–40 m³ | Ø 500 mm | 8 m³ |
| etwa 40–60 m³ | Ø 600 mm | 11 m³ |
Hast Du einen kleineren Kessel? Dann funktioniert das aus meiner Erfahrung besser mit Filterbällen. Bei Wasserproblemen sind die dann aber schnell überfordert.
Pool bis etwa 10 m³
Ein 300-mm-Kessel ist die unterste sinnvolle Größe. Wenn Platz und Budget vorhanden sind, würde ich bereits einen 400-mm-Kessel nehmen. Wichtig: Bei 300 mm sollte die passende Pumpe um 4 m³/h betragen.
Pool von etwa 10 bis 25 m³
Ein 400-mm-Kessel ist für viele Aufstell- und kleinere Stahlwandpools die sinnvollste Größe.
Typische Anlagen besitzen eine Pumpe um 6 m³/h. Für eine besonders gute Filterwirkung sollte der Durchfluss im normalen Betrieb möglichst reduziert werden. (siehe Punkt 4: Passender Durchfluss im Filterbetrieb)
Pool von etwa 20 bis 40 m³
Hier würde ich einen 500-mm-Kessel verwenden. Er bietet deutlich mehr Filterfläche und nimmt mehr Schmutz auf.
Idealerweise nimmst Du jedoch eine frequenzgesteuerte Pumpe aus dem nächsten Abschnitt.
Pool von etwa 20 bis 60 m³
Bei größeren Pools ist ein 600-mm-Kessel sinnvoll. Achte außerdem auf ausreichend große Leitungen und eine Pumpe, die den Kessel kräftig genug rückspülen kann.
Gleichzeitig solltest Du die Geschwindigkeit reduzieren können um perfekt zu filtern und evtl. weiter reduzieren für den Nachtbetrieb.
Passende Filtermaterial
Ab 400mm Kessel benötigst Du zusätzlich noch Grade 2:
Die optimale Filtergeschwindigkeit
Anfänger tendieren häufig zu kleinem Kessel (praktisch) und starker Pumpe. Wir wollen ja Power, oder? Falsch!
Das Wasser wird dann zwar schnell umgewälzt, strömt aber zu schnell durch das Filtermaterial. Feine Schmutzpartikel werden schlechter zurückgehalten.Entscheidend ist deshalb nicht nur die Pumpenleistung, sondern die Filtergeschwindigkeit.

Eine niedrige Filtergeschwindigkeit verbessert die Feinfilterung. Zum Rückspülen wird dagegen ein deutlich höherer Durchfluss benötigt.
Passender Durchfluss im Filterbetrieb
| Filterkessel | Sehr gute Filterung bei 20–30 m/h |
|---|---|
| Ø 300 mm | 1,4–2,1 m³/h |
| Ø 400 mm | 2,5–3,8 m³/h |
| Ø 500 mm | 3,9–5,9 m³/h |
| Ø 600 mm | 5,7–8,5 m³/h |
Gemeint ist der tatsächliche Durchfluss durch den Kessel, nicht die maximale Pumpenleistung auf der Verpackung.
Viele fertige Sandfilteranlagen arbeiten schneller. Das funktioniert grundsätzlich, ist bei der Feinfilterung aber ein Kompromiss. Eine regelbare Pumpe oder ein Frequenzumrichter ist deshalb ideal:
- langsam und gründlich filtern
- höhere Leistung zum Bodensaugen
- volle Leistung zum Rückspülen
AFM benötigt laut Hersteller beim Rückspülen ungefähr 40 bis 50 m/h und damit deutlich mehr Durchfluss als im normalen Filterbetrieb.
Für die perfekte Filtergeschwindigkeit gibt es 2 Möglichkeiten:
Du reduzierst die Geschwindigkeit Deiner Pumpe mit dem Frequenzumrichter oder Du kaufst Dir eine drehzahlgesteuerte Pumpe, die Du einstellen kannst: